Rivella AG
SAP

MIT SAP HANA zu tieferen Lizenzkosten

Lesezeit - 5 Min
Auf einen Blick
  • Oracle eliminiertLizenzkosten gesenkt
  • Bereit für SAP S/4HANA
  • Antwortzeiten deutlich gesenkt

Für die Erneuerung der Plattform setzt Kurt Baumgartner, Projektleiter bei Rivella AG, auf die In-Memory-Datenbank SAP HANA.

Die Herausforderung

Erneuerung der SAP-Technologie

Die Unternehmenssoftware von SAP bildet das Fundament zur Steuerung der geschäftskritischen Prozesse des Getränkeherstellers Rivella aus Rothrist. Die in seinen Rechenzentren stehenden SAP-Systeme werden von der GIA Informatik AG aus Oftringen remote betrieben.Das HANA-Projekt wurde lanciert, weil die SAP-Plattform in die Jahre gekommen war und erneuert werden musste. «Aufgrund der hohen Lizenzkosten wollte Rivella so schnell wie möglich die Oracle-Datenbank mit einem adäquaten Ersatz ausstatten. Im Bereich der SAP-Anwendung stand man vor der Implementierung des zentralen Planungstools für die Absatz-, Aktions- und Invest-Planung», sagt Daniel Abbühl, Sales Manager bei GIA. Weitere performanceintensive Business-Intelligence-(BI)-Anwendungen zur optimalen Steuerung des Unternehmens ergänzten den Anforderungskatalog. Für die Umsetzung entschied sich Rivella für GIA; dies aufgrund der zuverlässigen Zusammenarbeit in der SAP-Basis und der hohen Kompetenz der Mitarbeitenden in den neuen Technologien von SAP.<h4>Konkrete Vorteile</h4>HANA ist eine In-Memory-Datenbank und Technologieplattform – entwickelt für analytische Anwendungen, die sich in schneller Geschwindigkeit umsetzen lassen. Darin enthalten sind Businesswarehouse-Funktionalitäten, weshalb ein zusätzlicher Business Information-Warehouse-(BW)-Server für das BI-Projekt hinfällig wurde. Dank dieser Technologie laufen sogenannte Langläufer-Transaktionen durchschnittlich 40 Prozent schneller. Kurt Baumgartner, Projektleiter bei Rivella: «Einige Programme optimierten wir gezielt. Wir erreichten Werte von bis zu sechzig Mal schnellerer Verarbeitung. Zudem benötigten wir 50 Prozent weniger Speicherbedarf, da HANA eine Technologie anwendet, bei welcher die Daten komprimiert gespeichert werden. Mit HANA schufen wir die Voraussetzung, grosse Datenmengen in Echtzeit auszuwerten. Somit sind wir bereit für die digitale Transformation und neue Anwendungen wie S/4HANA, der neuen Enterprise-Management-Software von SAP.»

Die Lösung

Vorbereitung auf digitale Transformation

Die Aufgabe von GIA bestand darin, die bestehende Systemlandschaft auf HANA zu migrieren. Nach dem Aufbau der geeigneten Infrastruktur – Tailored Datacenter Integration (TDI) – bei Rivella wurde eine erste Migration auf ein Sandbox-System durchgeführt, um Aufschluss über die zu erwartenden Laufzeiten zu erhalten. GIA Projektleiter Thomas Waldesbühl: «Anfang Februar 2016 migrierte GIA das Entwicklungssystem von Oracle auf HANA. Dank den Erfahrungen mit dem Sandbox-System traten hier keine grösseren Probleme auf und Rivella konnte die notwendigen applikatorischen Anpassungen vornehmen.» Erste Funktionstests wurden durch einige Key-User durchgeführt. Mitte März stand das Qualitätssicherungssystem für den Integrationstest bereit; Ende März fand schliesslich die problemlose Migration des Produktivsystems statt.

Um dieses Projekt zu meistern, setzte sich GIA schon früh mit dem Thema HANA auseinander. Zudem verfügte das Unternehmen bereits über profunde Erfahrungen mit der Migration und dem Betrieb von HANA-Systemen. Kombiniert mit der zusätzlichen Migration auf ein Sandbox-System führte dies zu einer grossen Sicherheit in Bezug auf die Migration der Kundensysteme.

«Eine Herausforderung bildeten die vielen Eigenprogrammierungen, die nicht für HANA vorgesehen waren», sagt Kurt Baumgartner. Einige wenige Programme mussten deshalb angepasst werden, da sie sonst fehlerhafte Resultate produziert hätten. Der grosse Rest wurde nach Programmen untersucht, die eine lange Laufzeit haben oder sehr oft benutzt werden. Diese wurden innerhalb des Projektes optimiert.

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Kundenporträt

Rivella AG

Die Rivella AG ist die grösste Unternehmensgruppe für Marken-Erfrischungsgetränke schweizerischer Herkunft und hat sich als feste Grösse in der Gesellschaft und der Kultur des Landes etabliert. Das Unternehmen wurde 1952 vom Pionier und Rivella-Erfinder Robert Barth gegründet. Heute gehören die Erfrischungsgetränke Rivella und Passaia, sowie die Fruchtsaftprodukte der Marke Michel und die Vitaminwasser FOCUSWATER zum Unternehmen.

Rivella AG
Neue Industriestrasse 10
CH-4852 Rothrist

http://rivella.ch
Der Ausblick

Einführung von SAP S/4HANA

Aufgrund des Projekts verzeichnet Rivella deutlich tiefere Lizenzkosten für die Datenbank und stark verbesserte Antwortzeiten. Zudem bewirkte das Projekt eine Verbesserung der Dialog-Response-Time um zirka 50 Prozent auf durchschnittlich 0,2 Sekunden. «Des Weiteren erfüllen wir nun die Voraussetzungen für SAP-Business-Planning-and-Consolidation und sind bereit für zukünftige Anforderungen», so Kurt Baumgartner.

Mit der Lancierung von SAP HANA ist die Grundlage für den nächsten SAP-Release gelegt. Rivella plant, S/4HANA in den nächsten zwei bis drei Jahren einzuführen.

Aufgabe: Ablösen der bestehenden Oracle-Datenbank durch eine performante Datenbank der neusten Technologie

Ziele: Senken der Lizenzkosten für die Datenbank und Bereitstellen einer performanten Datenbank für ein allfälliges BW/BI

Aufwand: GIA - rund 15 Tage, Rivella - ca. 40 Tage

Gesamtprojektdauer: Rund drei Monate

Erreichte Ziele:

  • Oracle eliminiert
  • Jährliche Lizenzkosten für Datenbank gesenkt
  • Datenbank mit neuster Technologie im Einsatz
  • Antwortzeiten reduziert
  • Bereit für BW/BI
  • Bereit für S/4HANA
Case Study
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2017
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